Kann man vorbeugen, um die Entstehung von Krampfadern zu verhindern?

Bewegung ist die wichtigste Venenmedizin – nicht nur zur Vorbeugung, auch zur Therapie. "Viel laufen und gehen, wenig sitzen und stehen" lautet die Devise zur Vermeidung von Venenleiden.

Häufiges Anspannen der Bein- und Fußmuskulatur steigert die Funktion der Muskelpumpe und verstärkt den Abfluss aus den gestauten Venen. Auch das Hochlegen der Beine verbessert den Blutrückfluss und lindert damit die Beschwerden. Bei langem Stehen oder Sitzen versackt dagegen das Blut in den Beinen, bis die Venenklappen schließlich unter dem Druck nachgeben.
Wärme ist für Venen ein großer Stressfaktor: Unter ihrem Einfluss erweitern sich die Venen. Dadurch verlangsamt sich die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes und selbst gerade noch intakte Venenklappen werden undicht. Damit dies nicht passiert, kann jeder selbst einiges tun:

  • Tragen Sie keine Schuhe mit hohen Absätzen, wenn Sie viel stehen müssen.
  • Wippen Sie zwischendurch immer mal auf der Fußspitze. Das aktiviert die Muskelpumpe in den Beinen.
  • Lagern Sie die Beine möglichst häufig hoch.
  • Betreiben Sie regelmäßig Sportarten wie Gymnastik, Wandern, Radfahren oder Schwimmen.
  • Wenn Sie übergewichtig sind, sollten Sie Ihr Gewicht unbedingt reduzieren.
  • Wenn Sie wissen, dass Sie ein schwaches Gefäßsystem haben, sollte durch eine ärztliche Untersuchung bei Gefäßspezialisten abgeklärt werden,  ob und wenn ja wann das Tragen von Kompressionsstrümpfe für Sie sinnvoll ist.